(Untitled)

Meine Mitbewohnerin ist etwas geräuschempfindlich. Das ist sehr gut nachzuvollziehen, weil der Nachbar von unten zu jeder Tages- und Nachtzeit auf die Idee kommen kann, dass er gerade Bock auf laute und basslastige Musik hat. Stille bei ihm ist aber auch nicht unbedingt gut, denn jüngst berichtete sie, sie habe den Nachbarn furzen hören. Offenbar auch sehr basslastig.

(Untitled)

Alle paar Jahre ist es ja mal wieder so weit, dass ich zum Boßeln nicht nach Ostfriesland, sondern möglichst weit davon weg fahre. Diesmal ging es nach Berlin bzw. zum Spiel dann ins tiefste Brandenburg.

Exilboßeln macht immer ganz besonderen Spaß, wie beispielsweise damals in Greifswald. Man lernt immer interessante Leute kennen. Aber da der Gastgeber dieses Spektakel bereits seit einigen Jahren regelmäßig veranstaltet, waren die meisten nichtfriesischen Teilnehmer bereits halbwegs mit dem Spiel vertraut. Aber auf die Reaktionen der örtlichen Eingeborenen kann man sich verlassen. Immer schön, wenn mitten im tiefsten Nichts der Mark Brandenburg ein rostiger Kleinwagen neben einem hält, das Fenster heruntergelassen wird und man im breitesten Berlinerisch vernimmt: „Ey, wat seid ihr denn für welche?“

Meine üblichen Boßelkumpels mögen es mir nicht glauben, aber ich habe in diesem Spiel nicht nur keinen einzigen Wurf versaut, sondern auch ein paar Bombenwürfe gesetzt. Es war, so glaube ich, die perfekte Spieltemperatur für mich. Minus dreizehn Grad. Das noch lauwarm aus dem Rucksack geangelte Bier wurde in der Hand ungewohnterweise immer kälter und man musste rasch trinken, bevor es gefror. Selbstredend hat meine Mannschaft gewonnen.

Erkenntnis des Tages war für mich aber dennoch, dass der Eurocity aus Budapest ausgerechnet in Dahlewitz Station macht und die da dann 20 Euro von einem haben wollen, wenn sie einen die paar Meter mit nach Berlin nehmen sollen.

(Untitled)

Aus unserer Reihe „Kieler Urban Legends“: An der Muthesius-Kunsthochschule wurde einst ein Student angenommen, der anstatt einer Bewerbungsmappe ein Fass mit Ameisen einreichte.

(Untitled)

Die Freundin meines Bruders wird ihrer Schwiegermutter immer ähnlicher. Eben sagte sie zum Beispiel sinngemäß: “Das ist ja auch alles nicht so schlimm. Es haben bestimmt schon tausende Frauen ihre Kinder gestillt. Ich würde sogar sagen: Dutzende!“