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Wenn die hiesigen (Musik-)Studenten bei gutem Wetter eine Freistunde haben, dann ist es ihnen nicht selten reichlichst egal, dass ihre Kollegen dieses Glück vielleicht nicht ihr Eigen nennen können oder es gar arbeitendes Personal in den heiligen Hallen der Universität gibt. Man platziert sich daher gerne genüsslich auf der Grünfläche hinter dem Unigebäude und beginnt laut zu musizieren und zu singen.

Dem Hausmeister ist es gleichsam wurscht, ob irgendjemand studieren oder Arbeiten muss. Wenn gemäht werden muss, dann muss gemäht werden. Und zu diesem Zweck besitzt er einen über die Maßen lauten Aufsitzmäher, den er auch mit beachtlicher Inbrunst über das Grün zu lenken weiß.

Aber ich kann mich dem Eindruck nicht entziehen, dass der Rasenmähermann diese Mähorgien bevorzugt dann veranstaltet, wenn sich wieder musizierende Grüppchen auf seinem Rasen tummeln. Diese müssen dann wohl oder übel ihre Aktivität einstellen und das Feld räumen. Ich frage mich, ob die irgendwann zurückschlagen und größere Geschütze als schrammelige Gitarren und verschlissene Bongos auffahren. Dann könnte das glatt noch interessant werden.