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Ich habe mir gedacht, ich könnte mal wieder einen meiner zahlreichen albernen Träume hier veröffentlichen. Und der von heute Morgen erscheint mir öffentlichkeitstauglich und angemessen blöd.

Also: Ich und eine ehemalige Mitbewohnerin von mir haben im Traum nebeneinander gewohnt, und zwar in Wien. Eines Tages waren wir dann mal zusammen bei Penny einkaufen. So weit, so unspektakulär.

Am folgenden Tag entdeckten wir, dass gegenüber von unseren Wohnungen ein Rewe aufgemacht hatte. Die ehemalige Mitbewohnerin war ganz begeistert und wollte gleich wieder los zum Shoppen. Wir also rüber und einkaufen. Schließlich an der Kasse war da ein Rewe-Mitarbeiter namens Torsten. Der sah uns ganz finster an und sagte: „Jetzt hab ich euch!“

Er erklärte großspurig, dass er uns nun festhalten müsse. Wir hätten gestern bei Penny gestohlen und Rewe und Penny hätten jetzt eine Anti-Diebstahl-Kooperation, deswegen könne er uns jetzt wegen des gestrigen Diebstahls bei Penny zur Rechenschaft ziehen.

Wir waren uns natürlich keiner Schuld bewusst, aber der Torsten wollte den Fall nun energisch und unerbittlich auf der Stelle bearbeiten. Ich musste als Geisel da bleiben und die ehemalige Mitbewohnerin wurde nach Hause geschickt, um das „Diebesgut“ zu holen.

Sie kam dann aber auch pflichtschuldig wieder, und zwar mit einem riesigen Beutel voller Kiwis. Das war offenbar das einzige, was wir bei Penny erstanden hatten. Auf jeder einzelnen Kiwi war noch ein Preisaufkleber drauf und der siegessichere Torsten fing nun an, die alle nochmal an seiner Kasse einzuscannen.

Seine Laune wurde jedoch zunehmend schlechter und nach der letzten Kiwi war er dann ganz bedröppelt und musste zugeben, dass wir ja doch alle Kiwis bei Penny bezahlt hätten, wie ihm sein System unmissverständlich mitteilte. Man ließ uns also laufen und als Entschuldigung und Entschädigung bekamen wir beide jeweils eine Soda-Stream-Kartusche geschenkt. Dann klingelte leider der Wecker.

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Als guter Dozent, der ich nun mal bin, verlegte ich heute anlässlich der durchaus warmen Wetterlage meinen Kurs nach draußen. Insbesondere der weibliche Teil der Teilnehmerschaft zeigte sich begeistert davon, „gleichzeitig braun werden und an einer Uni-Veranstaltung“ teilnehmen zu können.

Wie wird einem aber solch ein Einsatz vom Schicksal schließlich gedankt? Mitten beim inbrünstigen Dozieren schiss mir ein Vogel auf den Kopf. Ich konnte meine Autorität und die Situation nur dadurch retten, dass ich für nächste Woche einen Vokabeltest ankündigte.

Hoffentlich regnet und stürmt es dann.