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Logik ist ja nichts Absolutes oder Feststehendes, wie wir ja alle wissen. Das hat unter anderem damit zu tun, dass es ganz viele verschiedene Sorten von Logik gibt, die aber ausnahmslos unwiderlegbar sind. Prominente Beispiele sind Diätlogik („Ein geschnittener Kuchen hat weniger Kalorien als ein ganzer Kuchen“), Studentenlogik („Wenn ich mich einfach nicht beim Dozenten melde, dann ist er Schuld an allem und ich kriege den Schein geschenkt“), Reichsbürgerlogik („Hab ich auf YouTube gesehen, ist also die Wahrheit“), Autofahrerlogik („Hier ist Platz, also darf ich hier parken“), Fahrradfahrerlogik („Wenn es dunkel ist und mein Licht nicht geht, darf ich auf der falschen Straßenseite auf dem Fußweg fahren, sofern ich mindestens 30 km/h drauf habe“), Fußgängerlogik („Wenn ich zu Fuß gehe, haben immer die anderen Schuld“), Nachbarlogik („Da der Typ von unter mir ja nachts eh schläft, hört er die laute Musik dann ja nicht“), Türsteherlogik („Du kommst nicht rein, weil das ist so“), Karnevalslogik („Ich habe eine rote Pappnase im Gesicht, also bin ich lustig“) und so weiter und so fort.

Was wir aber alle kennen, das ist die Alkohollogik. Und da habe ich jüngst wieder etwas Wichtiges gelernt:

A: „Was ist den los? Letztes mal warst du nach zwei Gin Tonic vollkommen betrunken und heute merkt man dir überhaupt nichts an. Wie kommt das denn?“
B: „Heute hatte ich vorher einen Liter Bier als Grundlage.“