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Deutschland fliegt in der Vorrunde aus der WM. Hätte zumindest den Vorteil, dass es keinen Autokorso gibt.

Geweckt wird man in der Nacht trotzdem. Und wodurch? Durch einen einzelnen besoffenen Mann, der draußen auf der Straße erbarmungswürdig singt: „Europapokal! Europapokal!“

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„Wir hatten uns von dem Spiel etwas mehr erwartet. Das ganze ist ein bisschen wie eine Pilcher-Verfilmung. Da wird ein bisschen herumgefummelt, aber mehr passiert dann auch nicht.“

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Seitdem ich neuerdings Fußball wieder über Antennenfernsehen gucke (die neueste Variante ist, glaub ich, DVB-T2), bin ich auf einmal der erste in der Reihe derer, die das TV-Signal empfangen. Es ist sehr schön zu hören, wie sich der Jubel oder das Entsetzen wellenartig durch die Nachbarschaft verbreitet. Da gibt es die Leute von nebenan, die nur etwa zehn Sekunden in Verzug sind. Ein Stückchen weiter weg ist eine Gruppe beheimatet, die so um und bei dreißig Sekunden Verzögerung ertragen muss. Und irgendwo in der Ferne hört man dann die armen Seelen, die eine Minute hinterher sind.

Ob man wohl, wie beim Gewitter, durch Sekundenzählen die Entfernung abschätzen kann?

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Ich kann bei den Fußballübertragungen auf den Öffentlich-Rechtlichen ja nur immer wieder den alternativen Kommentar empfehlen, der eher einer Radioreportage gleicht. Weil die Kommentartoren da so viel reden müssen, gibt es da auch viel mehr von solchen geilen Schoten wie „Das Spiel ist so kreativ wie die Herrenwitze in der Sauna“.

Ich werde in den kommenden Tagen mal ein paar ausgewählte Exemplare hier festhalten.

(BTW: Claudia Neumann rocks!)