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(Im folgenden Beitrag befinden sich Produktplatzierungen, die für das Orakelwerk notwendig sind und leider nicht vergütet werden. Finanziell gesehen kein gutes Omen für das neue Jahr.)

Liebes Orakelpublikum, hier ist es wieder, das allseits beliebte und berüchtigte Termos-Taten-Silvesterorakel!

Aber ach ach. Ich bin faul. Und mir ist nach Humor. Und garstig bin ich gelegentlich auch. Das kann eine aussätzige Mischung sein. Ich habe natürlich wieder lange darüber meditiert, wie ich heuer für euch die Zukunft voraussage. Wieder klassisch Bleigießen? Traditionell Tarot-Karten legen? Die eine oder andere Rune werfen? Aus meiner unfertigen Doktorarbeit vorlesen?

Ich habe mich am Ende wieder für eine Variante entschieden, in der ich euch nicht die Deutung eines Omens, wie  bei einer Karte oder einem Bleiklumpen, anbiete, sondern für eine der Methoden, in der ich meine Kräfte in eine mystische Quelle leite und dort eine individuelle Textstelle für euch Finde. Und diese Textstelle präsentiere ich euch erst einmal nackt und ihr müsst selber mal schauen, was sie für euch bedeuten könnte. Auf Rückfrage gebe ich da natürlich auch Hilfestellung. Bisschen faul halt.

Der Faulheit nicht genug und diesmal gepaart mit dem Sinn nach Humor und einer gewissen Garstigkeit: Die Entscheidung für den Orakeltext fiel schlicht auf einen Schmöker, in dem ich sowieso gerade herumlese. Und dessen prophetisches Potenzial ich jahrelang vollkommen übersehen habe. Fahrlässig, aber es ist nie zu spät.

Ich entschied mich für ostfriesische Märchen und Erzählungen, in diesem speziellen Fall repräsentiert  durch das Buch „Märchen und Schwänke aus Ostfriesland“ von Jurjen van der Kooi und Theo Schuster (Leer 1993). Gutes Ding.

Der Stoff bringt es allerdings mit sich, dass die thematische Breite des Materials bei aller Variabilität doch etwas eingeschränkt ist. Wundert euch also im Zweifel nicht über gewisse  oberflächliche Ähnlichkeiten in den einzelnen Sprüchen, es geht halt viel um Gott, den Teufel, die See, Alkohol, Westfalen und Leute namens Jan.

Meine Methode ist wie üblich simpel beschrieben, aber schwer durchzuführen. Ich habe mich mit geheimen und unsagbar schwierigen und Disziplin erfordernden okkulten Techniken in Trance versetzt und so durch die mystische Linse in Form des Märchenbuchs die Weisheit der alten Friesen angezapft. Dabei ist für jeden Einzelnen ein maßgefertigter vielschichtiger Orakelspruch dem Buch entsprungen. Niederdeutsche Passagen habe ich, der allgemeinen Verständlichkeit wegen, übersetzt – mal eher wörtlich, mal eher sinngemäß. Und falls jemand das konkrete Textumfeld nachlesen will, habe ich sogar die Seite im Buch jeweils angegeben. Termo ist sehr serviceorientiert.

Also dann. Prost Neujahr euch allen. Viel Spaß beim Lesen und viel Erfolg im neuen Jahr.

[Den gesamten Eintrag lesen…]

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Von drauß vom Weihnachtsmarkt komm ich her
Ich muss euch sagen, da will ich nicht wieder hin.
All überall auf den auf den Tannenspitzen
Hatten die Leute einen sitzen.
Und zuhause war die Raclettepfanne kaputt.
Sicherung raus und so.
Frohe Weihnachten und spute dich schnell.

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Weihnachtszeit ist „Nachts rufen besoffene Bekloppte bekloppte Schimpfwörter in den Kieler Straßen“-Zeit. Aktuelle Perlen: „Schwanzpimmel“, „Schlickficker“ und „Arschgemächt“. („Das heißt Arschgesicht!“ – „Kann man bei dir eh nicht auseinander halten!“)

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Ich war neulich bei einer meiner ehemaligen Mitbewohnerinnen und ihrem Mann zu Besuch. Und da hing dann auch gleich der Haussegen schief. Als wir nämlich von einem kleinen Außeneinsatz in die Wohnung zurückkehrten, begegneten wir im Treppenhaus einem jungen Pärchen. Man grüßte sich freundlich und jeder zog weiter seines Weges. Als jedoch die Haustür hinter uns in Schloss gefallen war, zogen finstere Wolken auf:

„Hast die gesehen? Das ist so’n neu eingezogenes Pärchen. Wenn ich sehe, dass die auf’m Sonntag Sport machen, während wir uns auf dem Weihnachtsmarkt die Hucke vollsaufen, dann kann ich die schon gleich nicht leiden!“