Vor einigen Tagen erhielt ich Post vom Arbeitsamt. Man forderte mich auf, dort zu erscheinen, um „über ihr Bewerberangebot bzw. Ihre berufliche Situation“ zu sprechen. Dazu natürlich in dem Schrieb die elendig lange Rechtsbelehrung.

Ich dachte mir: „Wat mag das Hochnotpeinliches sein, dass die mich dazu so früh aus den Federn jagen wollen?“ Ich also heute in aller Frühe dahin, pünktlich auf die Minute.

In der „Agentur für Arbeit“ werde ich zunächst von einem komplett in blassrosa (oder hellgrün, so genau kann ich das nicht sagen) gekleidetem Persönchen vor die Tür eines Sachbearbeiters beordert. Da warte ich erstmal ne Weile. Dann kommt der Sachbearbeiter raus und verschwindet. Ich warte weiter. Er kommt wieder, schaut mich an und sagt: „Wollen Sie zu mir?“

„Ich will nicht“, hätte ich fast gesagt, komme aber trotzdem mit rein, denn der Mann ist freundlich und tut nur seinen Job. Anschließend entwickelt sich in etwa folgendes Gespräch:

Arbeits-Agent: „Wie sieht es denn bei Ihnen aus?“
Termo: „Bei mir sieht es blablablawubbeldiwupp aus (Unverändert).“
Arbeits-Agent: „Gut, wir wollen ja auch nur ein bisschen Kontakt zu unseren Kunden halten. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.“

Und schon stand ich wieder vor der Tür, das ganze dauerte keine fünf Minuten und hatte folgenden Nutzen: *Tusch* KEINEN. *Applaus*

Okay, für mich, der zu Fuß einer Viertelstunde vom Arbeitsamt weg wohnt, ist es einfach nur ein bisschen lästig, wenn ich in aller Herrgottsfrühe für nichts und wieder nichts dahin muss. Aber wenn ich nun aus Pogum, Wymeer, Alt-Burlage oder Oltmannsfehn kommen würde, dann hätte ich jetzt wahrscheinlich einen ziemlichen Hals.

Bürokratenvolk!

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