Die Beatsteaks waren ganz grün. Das erinnerte weniger an Steaks als an Salat. (Und bevor hier jetzt dumme Kommentare kommen: Ich habe jemanden gefragt.)

Als ich just zu meiner Arbeit in den Fotograben eintrudelte, um Audioslave abzulichten, hörte ich als erste von einem offenbar wichtigen Herren: „Für die Nachzügler unter den Presseleuten: Nur zwei Lieder, dann raus!“ Nachzügler, sagte er. Dabei waren wir zehn Minuten vor offiziellem Beginn da.

Es dauerte allerdings noch länger, da erst eine beschädigte Absperrung repariert. Ein Sprecher versuchte mit der Durchsage „Bitte zwei drei Meter zurücktreten, dann wird alles gut“ die Menge zu beruhigen, erntete jedoch nur Pfiffe.

Hüben wie drüben der Absperrung versuchte man also, sich die Zeit zu vertreiben. Eine von den Fotographen-Kollegen erspähte einen Bottich mit Wasser und erzählte allen anderen: „Hier ist Erbsen-Suppe drin. Kost 12 Mark.“

Einer von den Security-Leuten widerlegte dies allerdings, als er einen Becher Wasser für eine entkräftete Dame im Publikum schöpfte: „Das ist keine Erbsen-Suppe, dass der ist der Ausfluss von der gutaussehenden Sanitäterin da vorne. Die wird immer so geil, wenn die uns sieht. Und das destilieren wird dann.“

Weiterhin sagte er immer, wenn einer von seinen Kollegen vorbeiwetzte: „Achtung! Sicherheit!“

Das Publikum hatte derweil irgendwoher einen Ball aufgetrieben und spielte damit herum. Schließlich flog der Ball aber zu uns herüber. Eben jener Security-Mann schnappte ihn jetzt und packte ihn mit überlegener Miene unter die Bühne. Die Pfiffe quittierte er mit einem grinsenden „Ihr könnt mich alle mal.“

Ein weitere Mann von der Sicherheit wähnte jedoch seine Chance, zum Held zu werden, ergatterte den Ball un beförderte ihn unter dem Jubel der 50.000 Menschen zurück in die Masse.

Daraufhin setzte der erste Sicherheitsmann alles daran, wieder in Besitz des Balles zu gelangen. Als es soweit war ließ er sich ein weilchen bitten, um denn Ball dann unter Applaus zurückzugeben.“

Dann sagte er zu einem weiteren seiner Kollegen: „Musst du auch mal machen. Lass dich ein bisschen Feiern.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.