Das nordfriesische Biikebrennen – so kann man es vielleicht laienhaft beschreiben – ist im Prinzip eine Mischung aus dem ostfriesischen Osterfeuer und dem ostfriesischen Maibaumfeiern. Die Parallele zum Osterfeuer (Paaskefüür) ist ja recht klar. Alter heidnischer Brauch zum Winter verabschieden, Geister vertreiben und nackt ums Feuer tanzen und so weiter. In Nordfriesland zündelt man aber eben am 21. Februar und nicht vor Ostern.

Die Gemeinsamkeit mit dem Maibaum ist jene, dass Leute von anderen Biikefeuern in der Nacht vor dem eigentlichen Brennen herumziehen und versuchen, anderer Leute ihre Biiken bereits anzuzünden. Also ziehen wir zwar nicht rum und zünden Maibäume an, aber wir klauen sie, wenn sie nicht gut bewacht sind. Und so ähnlich ist in Nordfriesland mit der Biike. Eigentlich ist das aber eher ein Brauch von den Inseln. Bei der Biike auf dem Festland, wo ich ieses Jahr gewesen bin, hatte man daher mit solch einer Störaktion nicht so wirklich gerechnet. Deswegen fiel das Feuer ein wenig klein aus…

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