„Herumirren“ ist im Moment eine meiner Hauptbeschäftigungen. Die kleine Tätigkeit, die ich zurzeit ausübe, findet ausnahmsweise mal nicht in einem eher kleinen Betrieb statt, sondern bei einer größeren Hausnummer. Dementsprechend unübersichtlich ist die ganze Angelegenheit. Zumindest baulich.

Und wenn ich dann mal wieder im Gebäude herumirre, dann heißt es meistens: „Falsches Treppenhaus“. Ich suche zum Beispiel meine Redaktion und bin mir hundertprozentig sicher, im korrekten Stockwerk zu sein. „Ja stimmt“, sagt man mir, „aber Sie sind durchs falsche Treppenhaus gekommen. Denn hier sind die Büros einer anderen Firma im Weg, da kommen Sie nicht durch.“ Oder ich will speisen und finde die Kantine nicht. „Oh, da sind Sie ja im ganz falschen Treppenhaus.“ Und in eben jenem wäre ich wahrscheinlich elendiglich verhungert.

Naja, aber auch wenn ich draußen im Einsatz bin, irre ich herum. Aber das ist dann nicht meine Schuld. Als ich heute zum Beispiel bei meinem Termin in Husum schließlich entnervt ankam, da bestätigte man mir: „Da können Sie nichts für. Die ganze Stadt besteht nur aus Einbahnstraßen und Sackgassen.“

2 Comments

  1. floris

    Sicherlich gern auch in der Kombination,
    Einbahnstrae und Sackgasse.
    Da kme man wieder zum Thema verhungern.
    Aber vielleicht verirren sich ja ab und an auch andere in die Strae…
    Erinnert mich sowohl an die Venusfliegenfalle wie auch an From dusk till dawn.
    Verwirrend.

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