Da sich ohne mein Zutun seit geraumer Zeit ein halbes Dutzend Spielekonsolen in meiner Wohnung befinden und sich zudem ungespielte Spiele stapeln, dachten wir uns hier mal, dass wir uns in die Niederungen des Spieletestens begeben und die Ergebnisse hier zur Verfügung stellen. (Wie es das halbe Internet tut.) Allerdings hatten wir weder viel Zeit noch viel Geduld. Also Trommelwirbel, Meinedamenuntäärn, hier kommt das Liveprotokoll von 15 angespielten Spielen samt fundierter Bewertung. Computerspielen für Aufmerksamkeitsgestörte.

Es geht los mit der Wii und dem Spiel MadWorld. Die Testperson muss zunächst ein Wii-Update fahren. Die Wii schmiert ab, die Testperson ist genervt. Dann geht’s endlich. „Fängt schon mal gut an wenn man mich so anspricht“. Alles schwarz-weiß, nur Blut ist rot. „Vom Look her sehr geil. Da macht es mal nichts aus dass die Wii so ne scheiß Grafik hat.“ Steuerungsanweisungen werden angezeigt. „Als ob ich mir das alles merken kann.“ Die Testperson macht Kettensägenaction. „Höhö, in der Mitte durchgeschnitten.“ Gluckst zufrieden. „Siehst du das? Wat’n Quatsch. Ist das Stumpf.“

Es geht zum nächsten Spiel, wieder auf der Wii: Bikini Zombie Slayers. Die Testperson wagt anhand des Titels schon einmal einen Vergleich zum vorhergehenden Spiel: „Das ist etwas Gehaltvolleres.“ Das Spiel beginnt. „Ich kann mir erst mal ein Kostüm aussuchen, das ist bei so ’nem Spiel natürlich das Wichtigste.“ Wegklicken. Bei der Testperson zeigen sich nach wenigen Sekunden erste Anzeichen der Unzufriedenheit. „Ja pff okay, is schon klar, weißte.“ Und wenige Spielszenen später: „Das ist dasselbe wie eben, nur in mies. Das ja totaler Dreck. Nee.“

Schaltet entnervt ab, bleibt aber bei der Wii: Sin and Punishment. Die Testperson verteilt Vorschusslorbeeren. „Das soll so toll sein.“ Probleme beim Öffnen der Verpackung, die Testperson grunzt gereizt. Anschließend macht die Wii schon wieder ein Update. „Na großartig.“ Noch vor Spielbeginn macht sich bei der Testperson Unmut aufgrund der Bildschirmanweisungen breit. „Die Wii ist echt ne Dreckskonsole. Ich hab doch keinen Zapper. Das regt mich jetzt schon auf.“ Sonderbares Intro, das nicht zur Besserung der Laune beiträgt. „Wat’n Rotz.“ Die Testperson spielt ein paar Sekunden. „Wow, das macht Spaß.“ Zwei Minuten später wird ein wenig relativiert: „Joa, das ist ganz spaßig, das ist okay. Ist mir aber trotzdem zu bunt.“ Die Testperson gibt dem Spiel weitere sieben Sekunden, um sich zu bewähren. „Ja, schön. Ist in Ordnung.“ Schaltet ab. „Aber von Japanern hab ich jetzt echt die Schnauze voll.“

Die Konsole wird gewechselt. Xbox. „Mir steht jetzt der Sinn nach Red Dead Redemption„. Die Testperson brummelt beim Einschalten aber noch: „Die Wii ist echt die schlimmste Konsole der Welt.“ Beim langsamen Start des Spiels kratzt die Testperson sich am Fuß und orakelt: „Worum es geht, werden wir gleich sehen.“ Nach der Wii-Tortur benötigt die Testperson allerding noch eine Stärkung. „Fangen wir das Spiel mal ganz von vorne an, trinken aber erst den Bourbon.“ Anschließend ein lahmer Beginn. Schließlich reitet die Testperson mit seinem Gaul ziellos durch den wilden Westen. „Mein Problem mit Sandboxspielen ist ja, dass so wenig los ist. Aber die Dialoge hier sind cool, wie schon in GTA.“ Die Stimmung der Testperson bessert sich ein wenig. „Gefällt mir eigentlich ganz gut. Bisher. Also die Stimmung ist schon mal sehr cool. Aber man sieht irgendwie ein bisschen komisch aus, wenn man rennt.“ Darüber denkt die Testperson einen Moment nach. „Aber so rannte man damals dann wahrscheinlich.“ Stellt ab. „So, mehr will ich davon jetzt nicht.“

Pause. Die Testperson macht erst einmal Whisky Sour. Dann furzt die Testperson und wundert sich anschließend, dass es stinkt. Computerspielen senkt offenbar die intellektuelle Leistungsfähigkeit. Die Testperson sieht im Fernsehen Waldemar Hartmann, guckt verwirrt und sagt: „Ich dachte einen Augenblick, das sei Michael Douglas.“

Dann geht es weiter im Test, und zwar auf der Xbox: Bionic Commando. Die Testperson schwelgt in Erinnerungen. „Ich erinner mich an 1987 als hinten auf der ASM immer die Werbung dafür drauf war.“ Die Menüführung gefällt der Testperson. „Hui, wie cool.“ Dann der Vorspann. „Der Typ hat die Haare wie so’n Hippie, das passt überhaupt nicht.“ Das Spiel beginnt, die Testperson testet am Gamepad herum. „Okay, diesen Knopf darf man nicht drücken.“ Der Bioniker hat noch keinen Arm. „Hallo muss ich den jetzt selber Anschrauben? Das hätte man doch vorher machen können. Wo ist mein Arm?“ Die Testperson ballert ein wenig unmotiviert herum „Das macht keinen Spaß zu schießen hier. Das ändert sich hoffentlich noch. Man spielt ja so selten einarmige Hippies.“ Die Testperson kann innerhalb der nächsten Minute allerdings keine Besserung feststellen. „Das Problem, wenn man mit ’nem schwachen Charakter anfängt, ist, dass man die Motivation schnell verliert. Ich bin jetzt schon frustriert, aber ich spiel weiter bis ich den Arm hab.“ Die Unzufriedenheit nimmt zu. „Künstliche Intelligenz und künstliche Dummheit.“ Die Testperson erlaubt sich ein vorläufiges Urteil: „Ich glaube das ist doch kein so gutes Spiel, aber von denen die ich heute bisher gespielt habe, ähnelt es am meisten einem Spiel.“ Der Weisheit nicht genug: „Man merkt, dass es irgendwie schön ist, aber doch scheiße.“ Die Testperson findet schließlich den Arm. „Wieso hat er jetzt keine langen Haare mehr?“ Säuerlicher Blick. „Sorry Jungs. Echt schade. Wenn der Hauptbestandteil des Spiels keinen Spaß machst, dann haste verschissen.“

Also Wechsel des Spiels, aber immer noch Xbox. Das Spiel nennt sich Bully. „Da gab’s damals ganz viel Ärger für“, weiß die Testperson zu berichten. Die Hauptfigur erweckt bei der Testperson keine Sympathien: „Du bist ein fieses hässliches englisches Kind.“ GTA an einer Schule. „Find ich schon gut.“ Das Konzept findet Anklang. „Gefällt mir sehr gut, innerhalb von 10 Sekunden weiß ich schon worum es geht. Ein bisschen wie Harry Potter, nur für Asis.“ Die Testperson verprügelt den erstbesten Mitschüler. „Tolles Spiel.“ Allerdings folgt ein rasches Game-Over. „Oh, keine Frauen schlagen. Nach 10 Sekunden das Spiel verloren.“ Die Testperson lässt die Spielfigur übers Schulgelände rennen und kommentiert die Sehenswürdigkeiten: „Da wird zum Beispiel ein Nerd zusammengeschlagen.“ Die Xbox rattert. „Die lädt aber ganz schön viel.“ Die Testperson entwickelt schnell eine bevorzugte Kampftaktik: Den anderen umschubsen und treten, wenn er am Boden liegt. Doch das reicht nicht, um die Aufmerksamkeit der Testperson noch länger zu binden. Vorm Abschalten noch ein Blick in die Spielstatistik: „Oh, 0,81 % hab ich schon durch.“

Neue Konsole. PS3 mit Clone Wars Republic Heroes. Zum Unmut der Testperson allerdings nicht Verzögerungsfrei. „Erst mal installieren, ich versteh schon.“ Die Testperson redet im Yoda-Stil. „Nicht verstehen ich, worum in den Clone Wars es geht. Sollen sich separieren lassen die anderen doch.“ Entsprechend steht es um den Einsatzwillen der Testperson. Es sieht sehr entwürdigend aus, wie sie die Jedis in jeder Situation ungelenk abstürzen lässt. „Das ist ja total beschissen. Das ist ja völlig blöd. Das ist mal wieder ein Beispiel für extrem schlechtes Spieldesign.“ Mischung aus Force Unleashed und Lego Star Wars. „Joa. Nich so gut.“ Abschalten.

Neues PS3-Spiel. Kane & Lynch 2. Die nun folgende Prozedur ist bekannt. „Jo, erst mal noch eben ein Update, ne.“ Die Testperson mimt sarkastisch Begeisterung: „Installing 2 %!“ Zeit zum Referieren der Vorkenntnisse „Das soll ja so aussehen wie eine Dokumentation, also muss immer die Kamera wackeln.“ Es geht los. Fiese Folterszenen, alles brüllt sich an. Die Testperson ist besänftigt. „Gefällt mir jetzt schon sehr gut.“ Zu den ersten Bewertungskriterien gehört immer das Aussehen der Spielfigur. „Das ist aber auch ein hässlicher Vogel.“ Das stört aber offenbar nicht. „Ach, das gefällt mir super hier.“ You died. Die Testperson seufzt. Die Testperson stirbt erneut. „Och.“ Die Testperson stirbt zum dritten Mal. „Gefällt mir sehr gut, ich bin aber nicht gut genug. Außerdem ist die Batterie im Controller leer. Genau. Daran lag’s.“

Alibi-Controller-Wechsel, die PS3 bleibt: Earthworm Jim. Allerdings ein sehr kurzes Vergnügen. „Ich bin der schlechteste Spieler aller Zeiten, ich komme hier schon nicht weiter.“

Daher Konsolenwechseln, zurück zur Xbox mit Limbo. Das Spiel beginnt „Oh. Achievement unlocked: wrong way.“ Noch keine 30 Sekunden gespielt, die Spielfigur stirbt in einer Grube. „Oh, das arme Kind.“ Neuer Start. „Keine Ahnung, was das Ziel des Spiels ist, hat mir keiner gesagt. Da ist nur ein Kind aufgewacht.“ Macht aber offenbar nix. „Gefällt mir sehr gut. Keine Story, keine Musik. Aber dafür war’s ganz schön teuer. Frechheit.“ Die Stimmung steigt. „Ganz großartiges Spiel.“ Nachdenklich. „Wenn man das jetzt alleine spielt und das im Dunkeln…“ In dem Moment wird die Spielfigur von einer Falle erledigt und die Testperson zuckt zusammen. „Genau das meine ich.“ Die Testperson entwickelt eine Freude an dem blutigen Sterben. Aber ertrinken mag er nicht. „Das ist ja wohl unfair jetzt.“ Dann spießt ihn eine Riesenspinne auf. „Die Todesanimationen sind ganz großartig. Aber die Tatsache, dass das ein Kind ist, was wir hier spielen, macht es nicht besser.“

Daher Spielewechsel auf der Xbox zu Death Spank. „Ich habe gehört es soll hier so tolle Artefakte geben.“ Kurze Beschreibung des Spiels: „Das ist wie so’n Diablogedöns, nur in lustig.“ Der Spaß währt allerdings nur wenige Minuten. „Gefällt mir gut, aber nich so gut wie das andere. Nicht gut genug für jetzt, aber für irgendwann mal bestimmt.“

Nach wie vor auf der Xbox folgt nun Braid. Kleines Erfolgserlebnis im einführenden Tutorial. „Move the left Stick to move. Ja, das kann ich.“ Die Testperson lässt die Spielfigur ein wenig herum laufen. „Schöne Grafik, aber ich finde den Helden unsympathisch. Scheiß Frisur.“ Liest irgendwelche Bücher im Spiel. „Ganz schön philosophisch hier. Wat soll denn das? Seltsam.“ Schöne Musik erklingt. „Das Lied hab ich im Posaunenchor mal gespielt.“ Die Spielfigur stirbt. „Na schönen Dank.“ Die Testperson ist nur schwer zu begeistern. „Ach, mit X macht man die Zeit zurück. Auch die Musik.“ Die Testperson schwadroniert über Metrosexualität. Und beendet dann das Spiel. „Gefällt mir. Bilbo Beutlin im Supermarioland der die Zeit zurückdrehen kann.“

Weiter Xbox mit Brütal legend. Jack Black im Intro. „Der ist schon 41.“ Die Testperson guffelt vor sich hin. Allgemeine Freude. Die Testperson mixt aber erst einmal ein paar Whisky Sour mit Eiswürfeln in Tetrissteinform, bevor er ins Spiel einsteigt. Double Team klappt nicht, weil ein Controller nicht mit der Xbox synchronisiert ist. Geräusche der Testperson beim Lesen von Hilfetexten. „Njamjnnjam.“ Der Testperson kommt entgegen: „Sterben kann man offenbar nicht.“ Allerdings wird rasch das Gegenteil bewiesen. Die Testperson spielt verhältnismäßig ausdauernd, immer wieder garniert mit debilem Lachen.

Dann Spielewechsel ohne Konsolenwechsel. Bayonetta auf der Xbox. Beim Laden des Spiels legt sich die Testperson unmotiviert aufs Sofa und murmelt fortlaufend: „Lümmellümmellümmel…“ Der Vorspann weckt die Testperson aus der Lethargie. „Geil. Bisher gefällt mir das Spiel sehr gut.“ Die Testperson will nicht auf „Very easy“ spielen und stellt fest: „Großartiger Schwachsinn.“ Die Bewertung des Aussehens der Spielfigur darf nicht fehlen: „Sieht aus wie Sarah Palin.“ Abstruse Schlacht, die Testperson findet alles lustig. Aber Spielen muss er bislang nicht. „Vielleicht hab ich doch den Idiotenmodus eingestellt, wo man selber nichts machen muss.“ Dann darf die Testperson endlich selber spielen, begleitet von äußerst alberner Musik. Dann ist es aber auch gut gewesen. „Ja, hat mir wohl gefallen, aber man muss schon ordentlich Geschmack für Dadaismus mitbringen. Mit tun jetzt schon die Augen weh.“

Noch einmal muss die Xbox herhalten, mit Splinter Cell Conviction. Die Testperson spielt schweigend und hochkonzentriert. „Ganz schön viele Knöpfe, die man hier drücken muss.“ Knöpfe sind irgendwie nichts für die Testperson. „Oh es gibt sogar einen Knopf für ‚interrogate‘.“ Trotz der nur kurzen Spieldauer ist die Testperson zufrieden. „Cooles Spiel, gefällt mir.“

Zurück zur PS3 mit Alien vs. Predator. Es folgt das unweigerliche Update. „Es ist immer so auf der Playstation, egal was man spielt, es muss immer erst ein Update gemacht werden.“ Danach geht die Testperson systematisch vor. „Fangen wir mal mit’m Marine an.“ Vorspann. „Hier wird schon ziemlich viel geschlachtet, bevor ich überhaupt spielen kann. Aber das war bei Bayonetta noch schlimmer.“ Die Testperson ist leicht überfordert. „Mit der Anzeige unten kann ich gar nichts anfangen.“ Ein großes Fahrzeug liegt in der Spielwelt herum, die Testperson wittert finstere Absichten der Programmierer: „Das haben die absichtlich gemacht, den Wagen möchte jeder Steuern, das kann man aber noch nicht.“ Ein Alien taucht auf, die Testperson erschreckt sich und macht das Spiel aus. „Cool, gefällt mir, das Spiel.“ Wechselt aber vorm Spielewechsel erst noch zum Alienspielmodus. „Ich hatte gehofft, dass man als Alien spielen muss, wie man sich aus dem Körper so rausgräbt.“ Muss man aber nicht, trotzdem ist die Testperson angetan. „Oh jetzt lauf ich an der Decke.“

Doch auch das bindet die Testperson nur kurz, sie wechselt zur altertümlichen Turbografx-Konsole. Galaga 90. Zunächst hat die Testperson allerdings Probleme, die uralte Konsole in Gang zu bringen und kann mangels Lüftergeräusch, etwaiger Statusleuchten oder jedweder anderer Hinweise auch nicht erkennen, ob das Gerät überhaupt funktionstüchtig ist. Schließlich stopft die Testperson das antike Spielmodul einfach mit Gewalt in den vorgesehenen Slot und – oh Wunder – die alte Möhre läuft. Das Spielmodul klebt allerdings „wie nichts Gutes.“ Die Testperson lacht debil. „Ein schönes klassisches Shoot’em up.“ Die Testperson überlegt, ob man das Horizontalshooter oder Vertikalshooter nennt. „Ich weiß ja nicht, was horizontal ist.“ Guter alter Minimalstsoundtrack. „Sehr beruhigend“, findet Die Testperson. „Erinnert alles sehr an Space Invaders hier. Stage 5 und ich bin noch nicht einmal gestorben, aber jetzt hab ich auch keine Lust mehr.“

Daher neues Spiel auf der Turbografx: Legendary Axe. „Auch das klebt in der Hülle“. Von 1989. „Ich finde toll, dass das einfach so ohne Tutorial losgeht.“ Doch die Testperson vermutet eine Mogelpackung: „Die Axt kommt mir bisher nicht sehr legendär vor.“ Die Spielmechanismen werden schnell durchschaut: „Fledermäuse einmal treffen, Männer mit Axt zweimal.“ Die Testperson findet einen Stein. „Erschreckend langweilig. Und meine Axt ist immer noch sehr klein.“ Eine Spinne beschießt die Spielfigur der Testperson mit irgendwas. Die Testperson kriegt Spinne nicht kaputt. Die Testperson stirbt. „Das war scheiße.“

Spiel aus, Turbografx bleibt aber an. J.J. and Jeff. „Erinnert mich an meinen guten Kumpel Jörg Judas Janssen.“ Pixeliges Anfangsbild. „Oh, das sieht schon mal sehr gut aus.“ Die Testperson ist begeistert. Jeff und J.J. kriegen den Auftrag, eine entführte Person zu befreien. „Ich kann springen und treten, springen und treten. Und einer pinkelt hier oder was.“ Begeisterung. „Ich kann einfach alles Treten hier. Toilettentür treten und dann reingehen. Und dann bin ich im Himmel und da ist mein Kollege mit ’nem Heiligenschein.“ Die Testperson freut sich über alle Maßen. „Was für ein unbegreiflicher Schwachsinn hier alles. Ein Vogel, ein Biber, ein Stein und überall fliegt Scheiße raus.“ Die Handlung ist rational kaum nachzuvollziehen, aber das kommt der Testperson entgegen. „Ich renne durch einen Märchenwald und da sitzt mein Kollege als Wolf verkleidet. Und ich kann furzen!“ Aber dann geht es irgendwie nicht weiter. Die Testperson kratzt sich nachdenklich am Kopf. „Ganz großartiges Spiel jedenfalls.“

Zu guter Letzt wird dann noch einmal die PS3 angeschmissen, mit Fairytale Fights. „Wie der Name schon sagt: Gemetzel im Märchenland.“ Langer vorspann mit einem nackten, affektiert lachenden Kaiser. Den Tester erfreut es offenbar. Dann das Spiel. Die Spielfigur jauchzt die ganze Zeit nervtötend. „Wo kann ich denn hier was machen?“ Die Testperson ist verwirrt. „Okay, jetzt muss ich offenbar von den drei Bären den Honigtopf wiederfinden. Warum lädt denn das so lange?“ Es passiert kaum etwas, der Testperson entgleitet langsam die Konzentrationsfähigkeit „Wenigstens schon mal einen Hasen erschlagen.“ Die Aufmerksamkeitskurve sinkt weiter. „Also wenn nicht jetzt irgendwann bald was Motivierendes passiert…“ Doch dann bekommt Rotkäppchen ein paar Holzfäller zu verhauen, die ewig respawnen. „Kloppen geht also indem man den einen Knopf hier drückt.“ Alles voller Blut. „Die kleinen Piepsevögel kann man offenbar nicht töten.“ Spiel aus. „Dies Spiel hat sich nicht gelohnt.“

An dieser Stelle haben wir die Testreihe dann erst einmal unterbrochen. Machen wir aber sicher noch mal weiter.

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