Die Geschichten aus der Universitätsbibliothek sind immer die besten. Neulich im Foyer umlagerte eine Gruppe junger Frauen einen etwas wunderlich aussehenden Kerl. So vom Typ Künstlerhipster, aber nicht wirklich viel älter als die Damen. Er berichtete, mit einem undefinierbaren Akzent, von all den Dingen, die er in seinem Leben schon gemacht hat. Natürlich Backpacking in aller Welt, freier Straßenkünstler, selbständig war er auch schon mal und sowat alles. Auch als Stripper und Escort-Mann habe er schon gearbeitet. Nicht weil er gemusst hätte, wie er der ihn mit großen Augen anstarrenden Zuhörerschaft versuchert. Nein, weil er gewollt habe. Weil er was neues habe ausprobieren wollen.

Schließlich fragt ihn eine der Frauen: „Was studierst du eigentlich?“ Er antwortet: „Ich studiere nicht.“ Eine der Frauen wird nun etwas skeptisch und fragt stirnrunzelnd, warum er denn dann in der UB rumhänge. Er ist sehr ehrlich und sagt: „Hier lerne ich am einfachsten Frauen kennen.“

Die Skeptische öffnet den Mund, doch bevor sie etwas entgegnen kann, ruft eine der übrigen Frauen begeistert: „Das ist voll klug!“

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