Ein interessanter Effekt der Corona-Isolation ist ja auch, dass viele Leute ihre musikalische Ader entdecken oder sie einfach ungenierter rauslassen. Mein Hauptquell von Unterhaltung und menschlichem Kontakt war in den vergangenen zwei Monaten der Innenhof. Hier gab es viel Laute Musik aus der Konserve, aber auch Klavierspiel, dilettantische Flötenübugen, wiederholtes Dauersingen von „I will always love you“ und nicht zuletzt Kinder, die im Hof inbrünstig „Laterne, Laterne, Sonne Mond und Sterne“ zum Besten geben.

Bei euch nicht?

Höhepunkt war die Party auf dem Nachbarbalkon gestern, wo bevorzugt Onkelz, Torfrock und Santiano aus den Lautsprechern kam, mitgegrölt wurde aber vor allem zu Schlagern aus den 70ern und 80ern. Geht das als Symptom durch? Verlust des Musikgeschmacks, analog zum Verlust des Geruchsinns?

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