Hatte auf meiner kleinen Odyssee auch die glückliche Gelegenheit, einige einer Kollegen vom Volontärskurs zu treffen. Aber Jasses nee, was waren wir ein schlapper Haufen: Krank, verkatert, übermüdet. Aber es war trotzdem sehr nett. Als wäre man nie weg gewesen.

Beispiel: Bei der Diskussion, wie man den Abend gestaltet könnte, gelüstete es zum Beipiel Philine zunächst danach, irgendwo zu Kickern oder Billard spielen zu gehen. Also drehte sie sich zu mir um, sah mich mit ihren großen Rehaugen und „Hab-mich-lieb“-Augenaufschlag an und flötete: „Mäuschen, möchtest du nicht Billard spielen gehen?“ Wollte ich natürlich.

Matthias, mein alter Zimmerkollege stand daneben. Mit ihm hatte ich damals schon den einen oder anderen Disput darüber, wie man mit Frauen umgehen sollte, wie weit man es mit der Galanterie treiben und ob man sie überhaupt anwenden sollte. Er sah sich hier wieder vollkommen bestätigt und meinte fast angewidert: „Ja was soll man denn noch anderes sagen, wenn einen eine Frau so anflötet und mit ‚Mausi‘ und so daher kommt? ‚Nee, ich hab keinen Bock, du dumme Kuh‘?“

Er hat nicht ganz unrecht, zugebenermaßen.

Auf der Suche nach dem Kicker habe ich auch wieder einige haarsträubende Etablissements der Hansestadt Hamburg kennen gelernt. Harrijassesnee! Alle bekannten Klischees sind wahr, basieren wahrscheinlich sogar auf hochwissenschaftlichen Untersuchungen.

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