Es geschehen hier wieder sonderbare Dinge. Zunächst nicke ich auf dem Sofa ein und träume von Schlesien. Dabei war ich noch nie in Schlesien. Und seitdem kann ich nicht mehr schlafen.

Dann war Hannes außer sich vor Hilflosigkeit, weil ich von meinem Rechner aus ihn vor seinem Rechner unter Kontrolle hatte. Das machte ihn ganz rasend. Aber meine kleinen Zaubertricks verrate ich nicht.

Gerade eben rief schließlich noch Uke aus Berlin an. Im Hintergrund wetterte offenbar eine Dame gegen mich: „Du hast das Pökelfleisch gegessen!“ schleuderte sie mir an den Kopf. Das ist wahr. Ich habe die Reste des Weihnachtsessens verspeist, die Mutter im Kühlschrank für Uke hinterlegt hatte. Uke selbst war jedoch zu dusselig, diese zu finden, bevor er heute früh wieder nach Berlin fuhr. So ein Kühlschrank ist ja nunmal eine komplizierte Konstruktion.

Die Dame jedoch schien einen Heißhunger auf Pökelfleisch zu haben und die Tatsache, dass ich heute Pökelfleisch gegessen hatte und sie nicht, reichte aus, um Uke mitten in der Nacht dazu zu nötigen, mich anzurufen und zu beschuldigen, ein Pökelfleischdieb zu sein. Uke musste ihr allerdings auf mein Betreiben hin gestehen, dass er das Pökelfleisch so oder so nicht mit nach Berlin gebracht hätte. Er hätte es unter normalen Umständen selber gegessen, wenn er das Mysterium des Kühlschranks enträtselt hätte.

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