Sonderbare Dinge geschehen hier. Gestern war ich in meiner alten Wohnung am Herumräumen und hatte daher die Tür zum Flur nur angelehnt. Auf dem Flur hingegen war eine für einen Freitagnachmittag untypische Geschäftigkeit zu vernehmen. Das kümmerte mich jedoch eigentlich wenig, bis zu dem Moment, als eine Stimme sagte: „Guck mal, hier ist offen.“

Im nächsten Augenblick stand eine junge Frau bei mir in der Wohnung, erblickte mich, sagte ungerührt „Mooooin“ und war wieder draußen, bevor ich auch nur ein Wort erwidern konnte. Auf dem Flur hörte ich nur noch „Da ist jemand drin“, anschließend ein frauentypisches Kichern und die Geräusche des Fahrstuhls. Dann war Ruhe. Wird eindeutig Zeit, dass ich hier raus komme. Und der Fahrstuhl war hinterher auch noch abgeschlossen.

In der neuen Wohnung wollten Hilko und ich dann schließlich noch einen Schrank zusammenbauen (alleine kann ich sowas ja nicht). Hilko musterte erstmal mürrisch die Bauanleitung, doch plötzlich hellte sich sein Gesicht auf. „Alles Klar! Man braucht einen Hammer! Das kann so schlecht nicht sein“, meinte er erfreut.

Dann fand er sich allerdings erstmal vor einer Ansammlung von Kleinsteilen wieder. Aber auch das meisterte er mit Bravour. „Wozu hab ich schließlich Produktionswirtschaft studiert“, stellte er fest, als er die Schrauben und Dübel sortierte. Akademisches Schrankaufbauen. Aber er steht.

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