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Tja, nach Beendigung des heutigen Spieltages der 1. Fußballbundesliga war ich in unserer Tippgemeinschaft wieder mal deutlich besser platziert als alle selbsternannten Fußballspezialisten. Von den einzigen beiden, die halbwegs mit mir mithalten, ist der eine genauso unsportlich wie ich und der andere hat mindestens 40 Jahre länger Fußball-gucken-und-darüber-meckern-Erfahrung.

Wären da nur nicht diese Extratipps…

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Erstes Radioseminar gehabt. Bin platt und fertig und müde. Teilnehmerhaufen ist buntgemischt. Lehrer, Popen, Sozialarbeiter, Jazzmusiker… alles dabei.

War eigentlich ziemlich cool. Nur dass man mir am Schluss sagte, meine Moderationen würden zu unfreundlich und immer etwas sarkastisch wirken, fand ich nicht so nett.

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Jo. Netten Abend gemacht. Bei Ingar erst gespeist, dann Video geguckt. Brot und Spiele.

Was ist aus diesem Lande geworden? Schon beim Betreten des Hauses erteilte man mir Redeverbot. Außerdem zieht die Allgemeinheit mittlerweile Kaffee vor. Aber auf Helma ist Verlass, Helma hat mit mir Tee getrunken.

Zum Film. Die Wahl (nicht meine) fiel auf eine moderne Adaption von Shakespeares Hamlet, angesiedelt in New York. Kann man drüber steiten. Schöne Bilder, liebevolle Details, aber irgendwie passt der Stoff nicht in die Zeit. Außerdem hat man meine Lieblingsszene gestrichen („Ach, armer Yorick! – Ich kannte ihn gut. . .“) Hätte ich allerdings nach dem Film auch nur ein Wort der Kritik losgelassen, hätte man mich wohl in der Luft zerrissen und mir wieder penetrante Dauernörgelei unterstellt. Ich nörgel nicht, ich kritisisiere konstruktiv (höhö).

Apropos unterstellen. Ein interessantes Detail des Abends war, dass man mir quasi unterstellte, ich könne nicht Auto fahren (manche Frau verwechselt halt unkontrolliertes Heizen mit Können sowie das rudimentäre Halten an Verkehrsregeln mit Unvermögen, das Verschonen von Fußgängern gilt gar als faux pas). Weiterhin wollte man mir die Absicht unterjubeln, ich würde mich im Hause Abels nur bekochen lassen. Und Kuppelversuche wurden auch unternommen, diesmal war ich glücklicherweise nicht involviert. Dabei haben die Österreicher doch eigentlich bisher bewiesen, dass sie sich ganz alleine vermehren können.

Alles in allem habe ich mich also prächtig amüsiert.

Ach ja, bevor ichs vergesse: Habe mit Frerk eine Plan entwickelt, wie man rosa Schützenpanzer als Einkaufsmobile an Frauen verkaufen kann. Das Rosa gilt in diesem Falle als „Konsumtarn“, um die militärische Komponente nicht zu zerstören.

Hilko sagt, bei den WiWi’s in Emden gibts keine Schlipsträger.

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Merke: Wird man zu einer Party in einer „Zivi-Butze“ (6 Quadratmeter im Schwesternheim) eingeladen, hat man ein Gastgeschenk mitzubringen. Diese Sitte nutzt ein Teil der Gäste aus, um allerlei Müll in die Zivi-Bude zu schleppen, welcher von den Gastgebern auch noch dankend angenommen und in einer Schublade gehortet wird.

Weiterhin ist jedes Zivizimmer serienmäßig mit einem kleinen Bierkühlschrank und einer Bier-und-Knülze-Kasse ausgestattet. Für alle Fälle.

Außerdem habe ich nach Ewigkeiten Ingar wiedergetroffen, die wohl im Sommer in Österreich holländische Blagen bespaßt hat (oder so was). Und ne Österreicherin hat sie auch noch mitgebracht. Quasi als Andenken. Originell.

Und wenn man keine Gladiatorin aus ihr machen kann, dann wird sie eben den Löwen zum Fraß vorgeworfen.

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Studenten sind überall gleich. Sei es Münster, Hamburg, Heidelberg oder eben Emden. Bin heute mit Hilko kurz mal zur FH gefahren, weil er sich seinen Kram da mal angucken wollte und ich so ne dort untergebrachte Beratungsstelle frequentieren wollte.

Ergebnis: Hilko graust es jetzt schon vor etwaigen Kommilitonen. Gruppenführungen, die an uns vorbeitrabten, wo jeder sein eigenes kleines Namensschild an der Jacke hatte, eine FH-eigene Kinderkrippe und Bratzen mit alternativen Umhängetaschen in der Cafeteria verhießen nichts Gutes.

Weiterhin: Trotz einer ausgewiesenen Öffnugszeit von 10 bis 12 Uhr hatte das von mir gesuchte Büro bereits um 11.40 dicht. Unter einem akademischen Viertel hatte ich mir eigentlich was anderes vorgestellt.

Uns allen bleibt somit nur, Hilko zu seinem neuen Leben als Student und potentiellem Schlipsträger viel Spaß zu wünschen. Und herzliches Beileid.

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Mein Leben ist so interessant, dass ich mich hab dazu hinreissen lassen, meine Muter zum Geburtstag meiner Tante zu chauffieren. Das endet traditionell in einem Haufen angetrunkener Damen mittleren Alters, die gackern, tratschen und lästern.

So auch diesmal. Zum Glück haben mich meine Kusinen unterhalten. Die brachten dann so Sprüche wie „Ich bin anders als alle anderen. Ich bin so wie du und du und sie und….“

Und ohne mein Tässchen Tee hätte ich das Gelage wohl nicht überlebt. Aber immerhin bin ich nun um die Weisheit reicher (Zitat Mutter): „Käthe ist Käthe.“

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Deine eine Übeltäter von gestern Abend begrüßte mich heute mit „Nie wieder Korn“ und behauptet, von gestern nicht mehr viel zu wissen…

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Unglaublich! Unglaublich! So etwas von einem in den Sand gesetzten Abend habe ich seit dem Golfkrieg nicht mehr erlebt.

Das traurigste an der Sache ist: Wenn mal so einer der wenigen Abende anliegt, an denen ich nicht selber fahren muss, dann bereue ich es immer gleich. Am liebsten wäre ich nämlich stante pede wieder wieder nach Hause gefahren.

Wenn wir einfach mal so kleine Ärgernisse wie haufenwiese Scherben und einen umgekippten Bauwagen außen vor lassen, kommen wir immer noch auf eine besoffene aggressive Meute, die bei meinem Eintreffen schon einen derartig großen Vorsprung in Sachen Alkoholpegel hatte, dass ich mich (allein schon aus gesundem Selbsterhaltungstrieb) gar erst bemühte, aufzuholen.

Das führte allerdings dazu, dass man mir quasi Schläge androhte, falls ich ein Glas Korn verweigern sollte. Als dann Partyfässchen, Weizengläser und andere Kleinteile durch die Gegend flogen, zog ich es doch vor, mich in Neutrale Gegenden zurückzuziehen.

Also schließlich so gegen viertel nach 11 (!!!) der Gastgeber das Handtuch warf, verlief sich die Menge bald. Doch das Elend war noch nicht vorbei, weil zwei besoffene Säcke im Auto dafür sorgten, dass wir uns nicht langweilten.

Der eine ging dem anderen ständig an die Gurgel oder versuchte ihm anderweitig, ihm Gewalt anzutun, während das Opfer nicht müde wurde, seinen Peiniger zu provozieren. Als wir sie dann auseinandersetzten (wie in der Grundschule), säuselte der eine den ganzen Rest der Fahrt „Hannes ist tot. Hannes ist tot. Hannes ist tot…“

Alles in allem: Ein paar graue Haare mehr, ein weiteres Wochenende, das besser aus dem Gedächtnis zu streichen und die Erkenntnis, dass sich ein Haufen selbsternannter Erwachsener auch noch so benehmen kann, als würde er zum ersten Mal an einer Flasche Schnaps riechen dürfen.

Und genau diese Flasche Schnaps hau ich mir jetzt alleine mitten in der Nacht vorm Fernseher hinter die Binde! So! Das habt ihr nun davon!

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Zwei Kollegen von mir haben das allseits beliebte Spiel „Meiern“ neu erfunden. Man spielt zu zweit, der eine glaubt dem anderen jede Zahl, der andere glaubt dem anderen einfach nix. Und wenn man falsch liegt, muss man an einer Bierflasche nuckeln. Das ganze wird gar nier durch ständige gegenseitige Beschimpfungen vom Kaliber „Du Bauer!“ und „Du hast ja schon vorm Finanzamt geheult!“

Aber die Bierflasche wurde und wurde nicht leer…

Doch die Krönung des Abends war, dass wir beobachten durften, wie ein Genosse unsanft aus einer Disco befördert wurde, weil er während der discoeigenen Schweigeminute „bin Laden! bin Laden!“ gerufen hatte.

Humor ist auch nicht mehr das, was es einmal war.

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Neues von der „wie-diszipliniere-ich-den-nachwuchs“-Front: Schulleiter erwägt gegen ein Kind, dass sich urinierendem Fehlverhaltens schuldig gemacht hat, die Maßnahme des Toilettenverbots.

Wenn das man kein Schlag ins Wasser wird.

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Die Fliesenproblematik ist weiterhin ungeklärt. Das ganze passt irgendwie in die Gesamtsituation. Neben zwei grausigen Selbstmorden im Ort, dem World Trade Terror und Ukes verlorener Busfahrkarte nach London, muss ich für Mutter Seitenweise Formulare ausfüllen. Eine Katastrophe jagt die nächste.

Mal schauen, wat nu noch kommt. Vielleicht eine alles vernichtende Sturmflut. Oder mein Bruder setzt diesen Rechner auch noch in Brand…

Vadder hält sich für ein Würstchen.

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Surreal. Während ich mit offenem Mund im Fernsehen mitansehen muss, wie das World Trade Center in sich zusammenfällt, wird im Nachbarzimmer lautstark über neue Badezimmerfliesen und stinkende Abflussrohre diskutiert.

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Hab heute beim Skat (Hilko, der Sack, hat uns abgezockt) erfahren, dass ich eine schwere Operation hinter mir habe. Jedenfalls sagte Mutter das wohl am Telefon den Leuten, die für mich anriefen. Schwere Operation…. Ein Muttermal hat man mir agenommen. Furchtbar. Wäre fast gestorben…

Ach ja. Brüderchen hat seine Rückreisetickets nach London „verloren“. Irgendwie verliert er imemr alles, was irgendwie wichtig sein könnte. Jedenfalls besetzt und ruiniert er meinen Rechner damit immer noch bis auf weiteres.

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Ich werde mich an den Fond für Zwangsarbeiter wenden. Jawohl! Zwangsverpflichtet hat man mich gestern. Erst früh morgens 5 Stunden hinter der Urne gesessen, dann abends mindestens noch mal so lange Stimmen ausgezählt. Und wat gabs dafür? Bier und Schnittchen und Cognac beim Bürgermeister.

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Neues von der Front. Geburtstag vom Kollegen gefeiert. An alte Zeiten erinnert worden (Gott, bin ich alt). Geburtstagskindes große Schwester verkündete: „Seit Jahren keine guten Filme im Kino und nun gleich zwei auf einmal: Shrek und Schuh des Manitu!“

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„Ritter aus Leidenschaft“. Blöder Titel, aber netter Film. Erschreckendes Detail: Ein Charakter aus dem Film entspricht in seinen Verhaltensweisen nahezu exakt einem Kollegen von mir. Gewaltätig, fressüchtig, immer am schlafen und wenn’s drauf ankommt, bekommt er keinen vernünftigen Furz zustande.

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Meine Mitmenschen haben heute wieder für allerhand erheiterndes und bizarres gesorgt. Zuallererst mal wieder mein liebes Bruderherz, den ich zum Schlachter geschickt hatte, um etwas Essbares zu besorgen. Er kam mir leeren Händen und der Beahuptung zurück, dass niemand da gewesen wäre. Auch nicht mehrfaches Betätigen der Klingel hätte irgendeinen Bediensteten an die Theke gelockt. Also ist er nach 5 Minuetn des Herumstehens wieder gegangen, allerdings OHNE die unbewachte Fleischtheke zu plündern (weil er ein so guter Mensch ist).

Als nächstes beglückte mich mal wieder der Fuhrmann, von dem man man eh meistens nur dann hört, wenn er mal wieder Hilfe dabei braucht, alles wieder in Ordnung zu bringen, was er verbockt hat.

Jedenfalls jammerte er mich über ICQ voll, dass er mit seinem neuen DSL Kram nicht zurecht kommen würde und irgendwas mit seinen Treibern würde nicht stimmen und so aal. Ich bemühte mich nach bestem Wissen und Gewissen, ihm zu helfen, jedoch vergebens.

Wenig später meldete er sich wieder und verkündete stolz, er hätte des Rätsels Lösung. Bei der T-Online-Hotline hätte man ihm gesagt, er bräuchte eine Netzwerkkarte. Weil das Kabel aber auch so gut in seine ISDN-Karte gepasst hätte, lebte er bis dato in dem Glauben, diese würde ausreichen… Kein weiterer Kommentar.

Den Schlusspunkt setzte eben mein lieber Kollege Wotan, der mir allerlei Zeug vorbeibrachte, dass ich photographieren sollte, weil er Bilder für Ebay brauchte. Die Reiterhosen haben mich dann doch etwas erstaunt, ganz zu schweigen vom Ecstasy-do-it-yourself Chemiebaukasten….

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Nicht viel los zur Zeit. Gestern in der Kneipe gewesen. In einer wilden Diskussion über den „Herrn der Ringe“ und den „Planet der Affen“ kamen wir schließlich irgendwie beim „Herrn der Affen“. Auch keine schlechte Idee.

Am Nebentisch saßen zwei junge Damen, die das Idealbild der heutigen Gesellschaft verkörperten: Dumm und glücklich. Ein Wunder, dass sie die Karte lesen konten, mußten sie doch bei jeder Speise bei der Kellnerin nachfragen, was genau das denn sei.

Ich wollte sie eigentlich noch nach ihren Bauchnäbeln fragen, befürchtete dann aber, dass das in Erklärungen ausgeartet wäre, die die beiden Grazien eh nicht begriffen hätten.

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Wieder neue Erfahrungen gemacht, die ich mit der Welt teilen möchte.

Erstens: Meine Wirkung auf kleine Kinder potenziert sich noch, wenn man mich in ein (so versicherte man mir) knall-orangenes Schaumstoffkostüm mit lustigem Grinsegesicht steckt. (Eingeweihte wissen, wo sie ein entsprechenes Photo finden können.)

Zweitens: Ältere Menschen werden bei schlechtem Wetter mürrisch und unhöflich.

Drittens: Versuche nie, die Freundin eines unfreundlich aussehenden jungen Herrens mit Schnellfickerhosen und gebrochener Aussprache zu photographieren. Er könnte dich töten wollen.

Viertens: Die Kartoffelkönigin ist auch nicht mehr das, was sie mal war.

Weiterhin behauptete eine Freundin von mir, sie wäre (Zitat) „willig und billig“. Wenns man so wäre…