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Ein Kollege von mir behauptet, dass in seinem PC kleine Männchen leben, die einen Mordspaß daran hätten, seinen Rechner immer im falschen Moment kaputt zu machen.

Mag ja sein. Bei mir ist es irgendwie ähnlich. Nur sitzt bei mir das Männchen nicht im Computer, sondern davor. Außerdem ist es mit mir verwandt.

Man kann die Uhr danach stellen: Bruderherz sitzt vor dem PC, prompt ist irgendwas kaputt. Der Mann schafft das mit einer Geschwindigkeit, dass ich als Normalsterblicher nicht mit dem reparieren hinterherkomme, was natürlich dazu führt, dass er sich über den schlechten Zustand des Rechners beschwert und meint, ich würde mich nicht genug bemühen.

Nein ernsthaft, das ist fast schon lustig. Den Vogel hat er neulich abgeschossen. Um eventuellen Schäden an meinem neuen Rechner vorzubeugen, hatte ich ihm extra ein eigenes Gerät verschafft. Das führte allerdings zu dem Ergebnis, dass dieser PC wenige Tage später in Flammen aufging. Seitdem ruiniert er wieder meinen.

Dieser Mann ist wie eine Naturgewalt. Ich hab schon gedacht, ich verkaufe ihn an ein Kuriositätenkabinett als „Der lebende Störsender“ oder schicke ihn zu Thomas Gottschalk mit „Wetten, dass ich es schaffe, durch meine bloße Anwesenheit in fünf Minuten 20 elektronischen Geräten den Garaus zu machen.“

Naja. Aber wie heißt es doch so schön: „Wer versucht, künstliche Intelligenz zu schaffen, landet nur bei natürlicher Dummheit.“

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Man lernt nie aus, musste ich mal wieder feststellen. Neben den üblichen freitagabendlichen bierseligen Gesprächsthemen wie Rollenspiel, Computer, Fußball und Alkohol kam doch tatsächlich eine kurze Diskussion über die Leeraner Bügermeisterwahl auf. Gut, dass mich dass nichts angeht.

Jedenfalls bedauerte die Allgemeinheit dann doch, dass Hermann Kümmerlehn seine Kandidatur aufgegeben hatte. Es wäre zwar eine Katastrophe gewesen, wenn er seinen Pfahl gegen den Bürgermeistersessel hätte tauschen dürfen, aber zumindest hätte es ordentlich was zu lachen gegeben.

Man stelle sich vor: Eine Promotionaktion für unseren lieben Hermann. Er ist nicht nur der perfekte Bürgermeisterkandidat, nein, er ist der Messias! im Schweisse seines Angesichts schleppt er seinen Pfahl durch die Leeraner Innenstadt, verraten und verkauft von seinen treuesten Anhängern (für ne Markfuffzig!)

Schließlich auf dem Plytenberg angelangt, wird er auf seinen Pfahl gesetzt, auf dass die Menschheit nie wieder etwas von ihm höre… Doch niemand rechnet mit seinem Sitzfleisch (beste Vorraussetzung für den Bürgermeisterposten). Aber dritten Tage, dem Tag der Wahl, (er)steht er auf und fährt auf gen Rathaus. Hallelujah! Auf dass er uns alle erlöse!

Stattdessen dürfen wir am Tage der Wahl nur mal wieder den St. Bürokratus feiern. Aber egal, solange es was zum feiern gibt…