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Man lernt nie aus, musste ich mal wieder feststellen. Neben den üblichen freitagabendlichen bierseligen Gesprächsthemen wie Rollenspiel, Computer, Fußball und Alkohol kam doch tatsächlich eine kurze Diskussion über die Leeraner Bügermeisterwahl auf. Gut, dass mich dass nichts angeht.

Jedenfalls bedauerte die Allgemeinheit dann doch, dass Hermann Kümmerlehn seine Kandidatur aufgegeben hatte. Es wäre zwar eine Katastrophe gewesen, wenn er seinen Pfahl gegen den Bürgermeistersessel hätte tauschen dürfen, aber zumindest hätte es ordentlich was zu lachen gegeben.

Man stelle sich vor: Eine Promotionaktion für unseren lieben Hermann. Er ist nicht nur der perfekte Bürgermeisterkandidat, nein, er ist der Messias! im Schweisse seines Angesichts schleppt er seinen Pfahl durch die Leeraner Innenstadt, verraten und verkauft von seinen treuesten Anhängern (für ne Markfuffzig!)

Schließlich auf dem Plytenberg angelangt, wird er auf seinen Pfahl gesetzt, auf dass die Menschheit nie wieder etwas von ihm höre… Doch niemand rechnet mit seinem Sitzfleisch (beste Vorraussetzung für den Bürgermeisterposten). Aber dritten Tage, dem Tag der Wahl, (er)steht er auf und fährt auf gen Rathaus. Hallelujah! Auf dass er uns alle erlöse!

Stattdessen dürfen wir am Tage der Wahl nur mal wieder den St. Bürokratus feiern. Aber egal, solange es was zum feiern gibt…